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Senftenberg - „Erprobung von Augmented und Virtual Reality in Partizipationsprozessen für die Neugestaltung einer Jugendfreizeitfläche“

Schülerinnen und Schüler sitzen in Arbeitsgruppen zusammen in einem Klassenraum.
© Stadt Senftenberg
Schülerinnen und Schüler sitzen in Arbeitsgruppen zusammen in einem Klassenraum.
© Stadt Senftenberg

Mittelzentrum in Funktionsteilung | Weiterer Metropolenraum
Bevölkerungsstand 23.405 (Sept. 2023; Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
Bevölkerung schrumpfend (2013-2018)

ZKT 2

Zukunftsthemen

  • Digitalisierung
  • Gemeinwohl
ZKT 2

Zukunftsthemen

  • Digitalisierung
  • Gemeinwohl

Digitale Jugendbeteiligung für attraktive Freizeitflächen 
Im Modellvorhaben in Senftenberg entwickelten Jugendliche von 13 bis 25 Jahren gemeinsam mit Stadtverwaltung und Kinder- und Jugendparlament eine neue Freizeitfläche an der Briesker Straße. Unterstützt wurden sie von einem Unternehmen für digitales Lernen und einem Büro für Landschaftsarchitektur. Erstmals kamen Augmented und Virtual Reality (AR/VR) zum Einsatz: Ein digitaler Zwilling wurde erstellt und virtuell erlebbar gemacht. Auf dieser Grundlage wurden drei Gestaltungsvarianten erarbeitet und eine Vorzugsvariante abgestimmt. Workshops und eine Online- Abstimmung halfen bei der Bewertung.

Nutzung digitaler Technologien – Wie Ideen vor Ort sichtbar werden 

Der Prozess startete im Dezember 2023 mit der Einbindung zweier Oberschulen und eines Gymnasiums. In Zukunftswerkstätten – wie im Jugendhaus Pegasus, an Schulen und im Fußballverein – entstanden über 170 Vorschläge. Das Kinder- und Jugendparlament wählte 30 Favoriten aus, die als 3D-Objekte modelliert wurden. Seit Dezember 2024 ermöglicht AR-Technologie, die Objekte direkt vor Ort zu erleben. Ergänzend gab es VR-Workshops, Livestreams und Präsentationen in einem Coworking Space.

Die Resonanz war durchweg positiv: Begeisterung, Neugier und Mitwirkungswünsche prägten den Prozess. Jede Phase brachte mehr Interesse, insbesondere durch digitale Ansprache. Erfolgreich war die Beteiligung an Schulen, herausfordernd dagegen Terminabstimmungen, Personalaufwand und Abhängigkeit von Rückmeldungen der Lehrkräfte.

Aus den zahlreichen Ideen entstanden drei Entwürfe mit zugehöriger Visualisierung: ein aktives Zentrum mit Sportbereich, Calisthenics- Anlage und Veranstaltungsfläche; eine funktionale Diagonale, die zwei Plätze über eine Bewegungsachse verbindet; ein freies Feld mit Rundweg um eine Wiese und Sportbereich. Im Sommer 2025 folgte die stadtweite Online-Abstimmung, beworben über Schulen, Presse und Flyer. Ergebnis ist eine Vorzugsvariante zur weiteren Planung. Darauf folgte eine interne Projektdokumentation.

Fazit und Perspektiven 

Besonders bewährt haben sich analoge Zukunftswerkstätten, Vor-Ort-Workshops und Online- Abstimmungen. Feedbackrunden nach jedem Schritt erwiesen sich als zentraler Erfolgsfaktor. Der Aufwand für die Verwaltung war höher als bei klassischen Prozessen. Durch das beteiligte Unternehmen gelang jedoch eine breitere und niedrigschwellige Einbindung der Jugendlichen.

Trotz Kritik – etwa zur Repräsentativität oder zu Kosten – liefert das Projekt konkrete Planungsgrundlagen und Impulse für künftige Vorhaben. Die Vorzugsvariante wird im November 2025 als Beschluss der SVV vorgelegt.

Senftenberg zeigt, wie junge Menschen mit kreativen Tools ihre Stadt aktiv mitgestalten können. Für die Umsetzung bemüht sich die Stadt um Mittel aus der Städtebauförderung. Auch temporäre Lösungen wie gemeinsame Aktionen oder Möblierung im Rahmen eines „Baufestivals“ sind denkbar, wofür eine Finanzierung nötig ist, beispielsweise über lokale Sponsoren. 


Das Urteil der Jury: „Hier passiert was“
Sehr überzeugend befand die Jury die gut strukturierte und schlüssige Beschreibung des Vorhabens und die beabsichtigte Anwendung neuer Technologien, die sowohl zielgruppenspezifisch als auch methodisch innovativ sind. Insbesondere der Mehrwert der Digitalisierungsaspekte in der Partizipation, die einen demokratiestärkenden Prozess ermöglicht, hat die Jury überzeugt. Die mit dem Modellvorhaben beabsichtigte Stärkung der Identifikation der Jugendlichen mit ihrem Lebensumfeld, des sozialen Engagements und der Ausbau der Beteiligungskultur sind überzeugend. Auch der Fokus auf eine Großwohnsiedlung, die transparente Dokumentation des Modellvorhabens für „Meine Stadt der Zukunft“ und die Übertragbarkeit auf andere Projekte wurden positiv hervorgehoben.

Digitale Jugendbeteiligung für attraktive Freizeitflächen 
Im Modellvorhaben in Senftenberg entwickelten Jugendliche von 13 bis 25 Jahren gemeinsam mit Stadtverwaltung und Kinder- und Jugendparlament eine neue Freizeitfläche an der Briesker Straße. Unterstützt wurden sie von einem Unternehmen für digitales Lernen und einem Büro für Landschaftsarchitektur. Erstmals kamen Augmented und Virtual Reality (AR/VR) zum Einsatz: Ein digitaler Zwilling wurde erstellt und virtuell erlebbar gemacht. Auf dieser Grundlage wurden drei Gestaltungsvarianten erarbeitet und eine Vorzugsvariante abgestimmt. Workshops und eine Online- Abstimmung halfen bei der Bewertung.

Nutzung digitaler Technologien – Wie Ideen vor Ort sichtbar werden 

Der Prozess startete im Dezember 2023 mit der Einbindung zweier Oberschulen und eines Gymnasiums. In Zukunftswerkstätten – wie im Jugendhaus Pegasus, an Schulen und im Fußballverein – entstanden über 170 Vorschläge. Das Kinder- und Jugendparlament wählte 30 Favoriten aus, die als 3D-Objekte modelliert wurden. Seit Dezember 2024 ermöglicht AR-Technologie, die Objekte direkt vor Ort zu erleben. Ergänzend gab es VR-Workshops, Livestreams und Präsentationen in einem Coworking Space.

Die Resonanz war durchweg positiv: Begeisterung, Neugier und Mitwirkungswünsche prägten den Prozess. Jede Phase brachte mehr Interesse, insbesondere durch digitale Ansprache. Erfolgreich war die Beteiligung an Schulen, herausfordernd dagegen Terminabstimmungen, Personalaufwand und Abhängigkeit von Rückmeldungen der Lehrkräfte.

Aus den zahlreichen Ideen entstanden drei Entwürfe mit zugehöriger Visualisierung: ein aktives Zentrum mit Sportbereich, Calisthenics- Anlage und Veranstaltungsfläche; eine funktionale Diagonale, die zwei Plätze über eine Bewegungsachse verbindet; ein freies Feld mit Rundweg um eine Wiese und Sportbereich. Im Sommer 2025 folgte die stadtweite Online-Abstimmung, beworben über Schulen, Presse und Flyer. Ergebnis ist eine Vorzugsvariante zur weiteren Planung. Darauf folgte eine interne Projektdokumentation.

Fazit und Perspektiven 

Besonders bewährt haben sich analoge Zukunftswerkstätten, Vor-Ort-Workshops und Online- Abstimmungen. Feedbackrunden nach jedem Schritt erwiesen sich als zentraler Erfolgsfaktor. Der Aufwand für die Verwaltung war höher als bei klassischen Prozessen. Durch das beteiligte Unternehmen gelang jedoch eine breitere und niedrigschwellige Einbindung der Jugendlichen.

Trotz Kritik – etwa zur Repräsentativität oder zu Kosten – liefert das Projekt konkrete Planungsgrundlagen und Impulse für künftige Vorhaben. Die Vorzugsvariante wird im November 2025 als Beschluss der SVV vorgelegt.

Senftenberg zeigt, wie junge Menschen mit kreativen Tools ihre Stadt aktiv mitgestalten können. Für die Umsetzung bemüht sich die Stadt um Mittel aus der Städtebauförderung. Auch temporäre Lösungen wie gemeinsame Aktionen oder Möblierung im Rahmen eines „Baufestivals“ sind denkbar, wofür eine Finanzierung nötig ist, beispielsweise über lokale Sponsoren. 


Das Urteil der Jury: „Hier passiert was“
Sehr überzeugend befand die Jury die gut strukturierte und schlüssige Beschreibung des Vorhabens und die beabsichtigte Anwendung neuer Technologien, die sowohl zielgruppenspezifisch als auch methodisch innovativ sind. Insbesondere der Mehrwert der Digitalisierungsaspekte in der Partizipation, die einen demokratiestärkenden Prozess ermöglicht, hat die Jury überzeugt. Die mit dem Modellvorhaben beabsichtigte Stärkung der Identifikation der Jugendlichen mit ihrem Lebensumfeld, des sozialen Engagements und der Ausbau der Beteiligungskultur sind überzeugend. Auch der Fokus auf eine Großwohnsiedlung, die transparente Dokumentation des Modellvorhabens für „Meine Stadt der Zukunft“ und die Übertragbarkeit auf andere Projekte wurden positiv hervorgehoben.