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Abschlusskonferenz »Meine Stadt der Zukunft«

27. November 2025 in Potsdam

27. November 2025 in Potsdam

© Offenblende, Markus Braumann

In Potsdam kamen am 27. November 2025 über 100 Vertreterinnen und Vertreter aus den Brandenburger Kommunen sowie Fachinteressierte zusammen, um zum Abschluss der Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« die gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren. In Fachvorträgen und Diskussionen wurden die Ergebnisse der Modellvorhaben der zweiten Förderrunde, Angermünde, Bad Belzig, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder), Ludwigsfelde, Potsdam und Senftenberg, und deren Impulse für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung vorgestellt. Ein Projekt-Marktplatz bot den Teilnehmenden die Möglichkeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Modellstädte ins Gespräch zu kommen. Dabei konnten Fragen gestellt, die zuvor angesprochenen Themen vertieft, Erfahrungen ausgetauscht und neue Perspektiven eingebracht werden. Moderiert wurde die Abschlusskonferenz von Kathrin Senner vom Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. (MSdZ-Projektassistenz).

Bernd Rubelt, Anne Keßler, Dr. Ina Bartmann, Andreas Pfeiffer und Kathrin Senner auf dem Podium
© Offenblende, Markus Braumann

In Potsdam kamen am 27. November 2025 über 100 Vertreterinnen und Vertreter aus den Brandenburger Kommunen sowie Fachinteressierte zusammen, um zum Abschluss der Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« die gewonnenen Erkenntnisse zu reflektieren. In Fachvorträgen und Diskussionen wurden die Ergebnisse der Modellvorhaben der zweiten Förderrunde, Angermünde, Bad Belzig, Brandenburg an der Havel, Frankfurt (Oder), Ludwigsfelde, Potsdam und Senftenberg, und deren Impulse für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung vorgestellt. Ein Projekt-Marktplatz bot den Teilnehmenden die Möglichkeit mit Vertreterinnen und Vertretern der Modellstädte ins Gespräch zu kommen. Dabei konnten Fragen gestellt, die zuvor angesprochenen Themen vertieft, Erfahrungen ausgetauscht und neue Perspektiven eingebracht werden. Moderiert wurde die Abschlusskonferenz von Kathrin Senner vom Deutschen Verband für Wohnungswesen, Städtebau und Raumordnung e. V. (MSdZ-Projektassistenz).

Begrüßung und Einführung

Begrüßt wurden die Anwesenden durch Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Anne Keßler, Referatsleiterin Grundsatzangelegenheiten Stadtentwicklungspolitik, Baukultur, Forschung und Koordinierung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam. Anschließend konnten die Teilnehmenden einen Filmbeitrag sehen, der Einblicke in die Modellvorhaben der zweiten Förderrunde der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ bot. Die Projekte wurden vor Ort vorgestellt, und die Verantwortlichen der Städte berichteten persönlich von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Ideen.

Begrüßung und Einführung

Begrüßt wurden die Anwesenden durch Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, Anne Keßler, Referatsleiterin Grundsatzangelegenheiten Stadtentwicklungspolitik, Baukultur, Forschung und Koordinierung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen sowie Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam. Anschließend konnten die Teilnehmenden einen Filmbeitrag sehen, der Einblicke in die Modellvorhaben der zweiten Förderrunde der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“ bot. Die Projekte wurden vor Ort vorgestellt, und die Verantwortlichen der Städte berichteten persönlich von ihren Erfahrungen, Herausforderungen und Ideen.

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„Bei »Meine Stadt der Zukunft« ging es um Austausch, gemeinsames Denken, gegenseitige Inspiration und darum, Experimentierräume zu ermöglichen“, erklärte Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in ihrer Einführung. Jede Stadt habe dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Herausforderungen, die individuell betrachtet werden müssen. Gleichzeitig kann man viel voneinander lernen – schließlich müsse nicht jede Kommune das Rad neu erfinden. Wichtig sind das Sichtbarmachen von neuen Ideen und ein gemeinsames Gestalten der künftigen Stadtentwicklung. Sie dankte allen Stadtmachenden für ihr Engagement. Für die Umsetzung der in den Modellvorhaben entwickelten Ideen und Pläne wünschte sie den Akteuren viel Erfolg und bot die weitere Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) an. Anne Keßler, Referatsleiterin für Grundsatzangelegenheiten Stadtentwicklungspolitik, Baukultur, Forschung und Koordinierung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, hob die enge Zusammenarbeit von Bund und Land Brandenburg hervor, bei der Themen und Projekte ineinandergreifen. Angesichts aktueller Herausforderungen – von Wohnraummangel in Innenstädten und Leerstand in anderen Quartieren über Klimawandel und Hitzeschutz bis hin zu Infrastrukturbedarfen – sind neben Investitionen auch Experimentiermöglichkeiten wichtig. Genau hier setze die Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« an, die für die Kommunen einen großen Mehrwert darstellt. Transformation ist nur dort möglich, wo Engagement vor Ort vorhanden ist. Bund und Land sollten dies weiterhin unterstützen und den Wissenstransfer zu innovativen und kooperativen Stadtentwicklungsverfahren fördern. Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, unterstrich die Bedeutung, die Menschen in den Kommunen aktiv einzubeziehen. Es ist entscheidend, dass die Menschen vor Ort befähigt werden, Herausforderungen eigenständig anzugehen. Genau das geschieht in den Quartieren – durch den direkten Austausch mit den Menschen und das gemeinsame Entwickeln von Lösungen. Der anschließende Filmbeitrag machte sichtbar, wie vielfältig die Modellvorhaben in Brandenburg sind und welchen Mehrwert sie vor Ort schaffen – von Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen für Jugendbeteiligung über Spiel- und Digitalformate zur Klimaanpassung bis hin zu Konzepten für Energie, Mobilität und nachhaltiges Wirtschaften. Dabei wurde deutlich, wie engagiert die Verantwortlichen vor Ort die Projekte umgesetzt und die Menschen in den Quartieren aktiv eingebunden haben. 

„Bei »Meine Stadt der Zukunft« ging es um Austausch, gemeinsames Denken, gegenseitige Inspiration und darum, Experimentierräume zu ermöglichen“, erklärte Dr. Ina Bartmann, Staatssekretärin für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, in ihrer Einführung. Jede Stadt habe dabei ihre eigenen Bedürfnisse und Herausforderungen, die individuell betrachtet werden müssen. Gleichzeitig kann man viel voneinander lernen – schließlich müsse nicht jede Kommune das Rad neu erfinden. Wichtig sind das Sichtbarmachen von neuen Ideen und ein gemeinsames Gestalten der künftigen Stadtentwicklung. Sie dankte allen Stadtmachenden für ihr Engagement. Für die Umsetzung der in den Modellvorhaben entwickelten Ideen und Pläne wünschte sie den Akteuren viel Erfolg und bot die weitere Unterstützung des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg (MIL) an. Anne Keßler, Referatsleiterin für Grundsatzangelegenheiten Stadtentwicklungspolitik, Baukultur, Forschung und Koordinierung im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, hob die enge Zusammenarbeit von Bund und Land Brandenburg hervor, bei der Themen und Projekte ineinandergreifen. Angesichts aktueller Herausforderungen – von Wohnraummangel in Innenstädten und Leerstand in anderen Quartieren über Klimawandel und Hitzeschutz bis hin zu Infrastrukturbedarfen – sind neben Investitionen auch Experimentiermöglichkeiten wichtig. Genau hier setze die Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« an, die für die Kommunen einen großen Mehrwert darstellt. Transformation ist nur dort möglich, wo Engagement vor Ort vorhanden ist. Bund und Land sollten dies weiterhin unterstützen und den Wissenstransfer zu innovativen und kooperativen Stadtentwicklungsverfahren fördern. Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam, unterstrich die Bedeutung, die Menschen in den Kommunen aktiv einzubeziehen. Es ist entscheidend, dass die Menschen vor Ort befähigt werden, Herausforderungen eigenständig anzugehen. Genau das geschieht in den Quartieren – durch den direkten Austausch mit den Menschen und das gemeinsame Entwickeln von Lösungen. Der anschließende Filmbeitrag machte sichtbar, wie vielfältig die Modellvorhaben in Brandenburg sind und welchen Mehrwert sie vor Ort schaffen – von Virtual- und Augmented-Reality-Anwendungen für Jugendbeteiligung über Spiel- und Digitalformate zur Klimaanpassung bis hin zu Konzepten für Energie, Mobilität und nachhaltiges Wirtschaften. Dabei wurde deutlich, wie engagiert die Verantwortlichen vor Ort die Projekte umgesetzt und die Menschen in den Quartieren aktiv eingebunden haben. 

Blick auf die Landesinitiative – im Gespräch mit …

Auf dem ersten Podium diskutierten Dr. Ina Bartmann, Anne Keßler, Bernd Rubelt und Andreas Pfeiffer, Bürgermeister der Stadt Senftenberg, gemeinsam zentrale Aspekte der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“. Im Mittelpunkt standen ein Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre, die Hintergründe und Zielsetzungen der Initiative, aktuelle Zukunftsthemen sowie die Einschätzungen und Bewertungen der Landesinitiative aus Sicht des Landes, des Bundes und der Kommunen.

Blick auf die Landesinitiative – im Gespräch mit …

Auf dem ersten Podium diskutierten Dr. Ina Bartmann, Anne Keßler, Bernd Rubelt und Andreas Pfeiffer, Bürgermeister der Stadt Senftenberg, gemeinsam zentrale Aspekte der Landesinitiative „Meine Stadt der Zukunft“. Im Mittelpunkt standen ein Rückblick auf die vergangenen sechs Jahre, die Hintergründe und Zielsetzungen der Initiative, aktuelle Zukunftsthemen sowie die Einschätzungen und Bewertungen der Landesinitiative aus Sicht des Landes, des Bundes und der Kommunen.

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Dr. Ina Bartmann betonte im Hinblick auf die Erkenntnisse und Zielsetzungen aus der Förderung der Modellvorhaben die intensive Auseinandersetzung mit den Zukunftsthemen „Klimawandel“, „Digitalisierung“ und „Gemeinwohl“ auf der lokalen Ebene sowie die Notwendigkeit, Experimentierräume für innovative Ideen zu schaffen. Das gemeinsame Entwickeln von Projekten und die dabei entstandenen Partnerschaften haben zudem den Austausch gestärkt und dazu beigetragen, erprobte Ansätze weiterzutragen und zu adaptieren. Anschließend ordnete Anne Keßler die brandenburgische Initiative aus Bundesperspektive ein und unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bundesländern und Kommunen als wichtige Impulsgeber für die zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Sie betonte, wie wertvoll es ist, dass sich Kommunen gegenseitig unterstützen, da viele vor ähnlichen Herausforderungen stehen, und dass Deutschland im europäischen Vergleich bereits starke Formate entwickelt hat – zu denen auch die Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Aus Perspektive der Stadt Senftenberg machte Bürgermeister Andreas Pfeiffer deutlich, dass die Landesinitiative den Projekten vor Ort mehr Flexibilität und Experimentiercharakter ermöglicht hat und erst dadurch Projekte wie das in Senftenberg in der durchgeführten Form möglich gewesen sind. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war dabei auch der kontinuierliche Austausch der Modellstädte untereinander. Er sprach sich dafür aus, innovative Stadtentwicklungsprojekte stärker in bestehende Förderprogramme einzubinden oder ihnen ein eigenes Förderinstrument zu geben – offen gestaltete Förderprogramme bieten hierfür den nötigen Rahmen. Der partizipative Ansatz des Programms hat zudem zu einer deutlich höheren Akzeptanz in der Stadtgesellschaft geführt, sodass das Modellvorhaben in Senftenberg schließlich in einen Beschluss der Stadtverordneten überführt wurde und nun in die Umsetzung gehen kann. Anschließend stellte Bernd Rubelt das Potsdamer Modellvorhaben „Stadtleben – Erlebnisraum Straße“ vor, das eine erste modellhafte Umsetzung des 2023 beschlossenen Konzepts „Innenstadt – Straßenräume neu denken!“ darstellt. Ein Schwerpunkt lag auf der Erprobung neuer Partizipationsformate, um eine gerechte und attraktive Nutzung innerstädtischer Straßenräume für alle Nutzergruppen zu fördern. Neben fachlichen Erkenntnissen für zukünftige Planungen betonte er insbesondere die Bedeutung von Kommunikation, Transparenz und Moderation als zentrale Empfehlungen für andere Kommunen. „Wir brauchen gute Prozesse, die überzeugen“, betonte Bernd Rubelt. Das Programm »Meine Stadt der Zukunft« hat dabei einen besonderen Mehrwert und offene Gestaltungsspielräume geschaffen, da nicht-investive Maßnahmen heute oftmals zu den freiwilligen Leistungen der Kommunen gehören und daher oft zurückgestellt werden – obwohl sie für die Stadtentwicklung essenziell sind. Abschließend schloss er sich dem Wunsch seines Vorredners nach offen gestalteten Förderprogrammen und der Fortführung von Fördermöglichkeiten für innovative Projekte an.

Dr. Ina Bartmann betonte im Hinblick auf die Erkenntnisse und Zielsetzungen aus der Förderung der Modellvorhaben die intensive Auseinandersetzung mit den Zukunftsthemen „Klimawandel“, „Digitalisierung“ und „Gemeinwohl“ auf der lokalen Ebene sowie die Notwendigkeit, Experimentierräume für innovative Ideen zu schaffen. Das gemeinsame Entwickeln von Projekten und die dabei entstandenen Partnerschaften haben zudem den Austausch gestärkt und dazu beigetragen, erprobte Ansätze weiterzutragen und zu adaptieren. Anschließend ordnete Anne Keßler die brandenburgische Initiative aus Bundesperspektive ein und unterstrich die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Bundesländern und Kommunen als wichtige Impulsgeber für die zukunftsorientierte Stadtentwicklung. Sie betonte, wie wertvoll es ist, dass sich Kommunen gegenseitig unterstützen, da viele vor ähnlichen Herausforderungen stehen, und dass Deutschland im europäischen Vergleich bereits starke Formate entwickelt hat – zu denen auch die Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« einen wesentlichen Beitrag geleistet hat. Aus Perspektive der Stadt Senftenberg machte Bürgermeister Andreas Pfeiffer deutlich, dass die Landesinitiative den Projekten vor Ort mehr Flexibilität und Experimentiercharakter ermöglicht hat und erst dadurch Projekte wie das in Senftenberg in der durchgeführten Form möglich gewesen sind. Ein wichtiger Erfolgsfaktor war dabei auch der kontinuierliche Austausch der Modellstädte untereinander. Er sprach sich dafür aus, innovative Stadtentwicklungsprojekte stärker in bestehende Förderprogramme einzubinden oder ihnen ein eigenes Förderinstrument zu geben – offen gestaltete Förderprogramme bieten hierfür den nötigen Rahmen. Der partizipative Ansatz des Programms hat zudem zu einer deutlich höheren Akzeptanz in der Stadtgesellschaft geführt, sodass das Modellvorhaben in Senftenberg schließlich in einen Beschluss der Stadtverordneten überführt wurde und nun in die Umsetzung gehen kann. Anschließend stellte Bernd Rubelt das Potsdamer Modellvorhaben „Stadtleben – Erlebnisraum Straße“ vor, das eine erste modellhafte Umsetzung des 2023 beschlossenen Konzepts „Innenstadt – Straßenräume neu denken!“ darstellt. Ein Schwerpunkt lag auf der Erprobung neuer Partizipationsformate, um eine gerechte und attraktive Nutzung innerstädtischer Straßenräume für alle Nutzergruppen zu fördern. Neben fachlichen Erkenntnissen für zukünftige Planungen betonte er insbesondere die Bedeutung von Kommunikation, Transparenz und Moderation als zentrale Empfehlungen für andere Kommunen. „Wir brauchen gute Prozesse, die überzeugen“, betonte Bernd Rubelt. Das Programm »Meine Stadt der Zukunft« hat dabei einen besonderen Mehrwert und offene Gestaltungsspielräume geschaffen, da nicht-investive Maßnahmen heute oftmals zu den freiwilligen Leistungen der Kommunen gehören und daher oft zurückgestellt werden – obwohl sie für die Stadtentwicklung essenziell sind. Abschließend schloss er sich dem Wunsch seines Vorredners nach offen gestalteten Förderprogrammen und der Fortführung von Fördermöglichkeiten für innovative Projekte an.

Block I: Beteiligung & kooperatives Gestalten – Erfahrungen und Impulse aus den Modellvorhaben

Die Erfahrungen und Impulse der Modellvorhaben wurden in zwei Blöcken reflektiert. Im ersten Block sprachen Peter Berenz, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Angermünde, Pia Jost, Leiterin der Stabsstelle Wirtschaft der Stadt Ludwigsfelde und Ann-Kristin Jank, Leiterin des Stadtplanungsamts der Stadt Senftenberg. Der Fokus lag auf dem gemeinsamen Gestalten und der Beteiligung bei den Modellvorhaben.

Block I: Beteiligung & kooperatives Gestalten – Erfahrungen und Impulse aus den Modellvorhaben

Die Erfahrungen und Impulse der Modellvorhaben wurden in zwei Blöcken reflektiert. Im ersten Block sprachen Peter Berenz, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadt Angermünde, Pia Jost, Leiterin der Stabsstelle Wirtschaft der Stadt Ludwigsfelde und Ann-Kristin Jank, Leiterin des Stadtplanungsamts der Stadt Senftenberg. Der Fokus lag auf dem gemeinsamen Gestalten und der Beteiligung bei den Modellvorhaben.

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Peter Berenz gab einen Einblick in das Vorhaben „Meine Stadt – Mein Quartier – Unsere Zukunft. Das urbane Gartenquartier in Angermünde“. Am Mündesee soll ein neues Stadtquartier entstehen, das auf rund 8,5 Hektar Wohneinheiten, einen modernen Schulcampus und Gewerbe vereint und somit ein offenes Zentrum mit gemeinschaftlichem Lernort bildet. Im Mittelpunkt des Modellvorhabens stand ein ko-kreativer Entwicklungsprozess mit Werkstattformaten und digitaler Begleitung, durch den die Stadtgesellschaft aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen wurde. Neben der gezielten Ansprache über lokale Netzwerke trug die Einrichtung eines Planungsbeirats von Bürgerinnen und Bürgern in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) ebenfalls zu einer hohen Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft innerhalb der Stadtgesellschaft bei. Andreas Eberler von denkmal EBERLER architektur, selbst Mitglied des ausgelosten Planungsbeirats, schilderte, wie dieser unter Berücksichtigung der parallelen Planungswerkstatt-Ergebnisse arbeitete und so aus vielen Ideen ein gemeinsames Konzentrat und belastbare Leitplanken entwickeln konnte. Durch die intensiven Diskussionen war ein höherer Moderationsbedarf erforderlich, jedoch auch ein deutlicher Gewinn an Qualität und Identifikation mit dem Vorhaben spürbar. Aus einer Aktionswoche als eine Art Festival, in der experimentelle Nutzungen des Geländes erprobt wurden, ergab sich eine wesentliche Erkenntnis: Der Schulstandort soll entgegen der ursprünglichen Planung in den nördlichen Teil verlegt werden, um im Süden mehr Platz für gewerbliche Entwicklung zu schaffen. Der ko-kreative Ansatz unter Einbindung externer Expertise erwies sich als erfolgreich, schuf Klarheit und bildet die Grundlage für die weitere Diskussion der entstandenen Leitlinien und des Leitbildes. Konkret in Vorbereitung befindet sich die Ausschreibung für die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts.

Unter dem Titel „Brückenschlag zwischen Stadt und Zukunftspark Ludwigsfelde“ stellte Pia Jost das Modellvorhaben aus Ludwigsfelde vor. Ziel des Modellvorhabens ist es, den entstehenden Zukunftspark als Innovations- und Gewerbestandort mithilfe innovativer Beteiligungs- und Planungsprozesse mit der existierenden Kernstadt zu verknüpfen und ihn als funktionalen Innovationscampus für die Stadt zu entwickeln. Eine offene Einladung zur Mitwirkung und die intensive Einbindung unterschiedlicher interaktiver Beteiligungs- und Informationsformate wie Stadtspaziergänge, Mixed-Reality-Erlebnisse und Werkstattgespräche förderten die Beteiligung der Bürgerschaft. Durch Formate wie den Azubiwettbewerb und das BarCamp konnten insbesondere junge Menschen und Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft frühzeitig und aktiv in die Entwicklung einbezogen werden, während externe Expertinnen und Experten zusätzliche Perspektiven einbrachten. So brachten die Studierenden neue Ideen ein, etwa einen „Nightmarket“ als Format für den Technologiepark, während Schülerinnen und Schüler einen „Gaming-Room“ vorschlugen, der anschließend in die Planung aufgenommen wurde. Marie Gosdschick, Auszubildende bei Mercedes-Benz, berichtete zum Azubi-Wettbewerb, wie sich nach einem ersten Brainstorming mit den Ausbildenden rasch eine Gruppe motivierter Azubis zusammenfand, die eigene Ideen für die Zukunft des Parks entwickeln wollte – eine Erfahrung, an der sie „jederzeit wieder teilnehmen“ würde. Die unterschiedlichen Formate machten zudem deutlich: Übersetzungsarbeit zwischen den Interessen von Verwaltung, Stadtgesellschaft und Wirtschaft ist entscheidend, Beteiligung sollte frühzeitig und klar strukturiert erfolgen, und die Offenheit der Verwaltung spielt eine zentrale Rolle. Das Modellvorhaben fand als Ausdruck partizipativer und nachhaltiger Entwicklung auch überregional Beachtung. Die Ergebnisse fließen sukzessive in die weiteren Planungen des Zukunftsparks ein und stärken die Vision eines offenen und vernetzten Ortes für Bildung, Innovation und Begegnung.

Mit der Vorstellung des Senftenberger Modellvorhabens „Erprobung von Augmented und Virtual Reality in Partizipationsprozessen für die Neugestaltung einer Jugendfreizeitfläche in Senftenberg“ schloss Ann-Kristin Jank den ersten Block ab. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer Jugendfreizeitfläche. In enger Zusammenarbeit mit zwei Oberschulen und einem Gymnasium wurden Jugendliche (13 bis 25 Jahre) niedrigschwellig in den Prozess eingebunden. Aus den Zukunftswerkstätten ergaben sich rund 170 Vorschläge, von denen das Kinder- und Jugendparlament 30 Favoriten auswählte. Die Favoriten wurden als 3D-Modelle umgesetzt und in einem digitalen Zwilling der Fläche mithilfe von Virtual- und Augmented Reality-Technologie erlebbar gemacht. Es entstanden drei Gestaltungsentwürfe, über die in einer Online-Abstimmung entschieden werden konnte. Der favorisierte Entwurf fließt in die weitere Planung ein. Digitale Tools boten eine bessere Visualisierung komplexer Projekte, mehr Transparenz und holten neue Zielgruppen ab, gleichzeitig stieg aber auch der Bedarf an technischen Kompetenzen und Ressourcen. Neben den digitalen Ansätzen und dem spielerischen Mitmachen für Kinder und Jugendliche bewährten sich auch analoge Zukunftswerkstätten und Vor-Ort-Workshops sowie die Einbindung externer Dienstleister.
In der anschließenden Gesprächsrunde lag der Fokus auf Empfehlungen für andere Kommunen: Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der frühzeitigen Einbindung relevanter Akteure und der Bürgerinnen und Bürger, um nicht an den Bedarfen und Wünschen vorbeizuplanen. Künftig braucht es mehr Teilhabe und Mitgestaltungsmöglichkeiten für die Stadtgesellschaft. Eine klare und transparente Kommunikation, die Vertrauen in das Vorhaben schafft, ist von herausgehobener Bedeutung. Bei der Einbindung von Jugendlichen können digitale Tools helfen, die Ideen vor Ort greifbar und erlebbar zu machen. Eine temporäre „Bespielung“ eines Ortes kann dabei helfen, künftige Nutzungen gemeinsam mit der Bürgerschaft schnell zu erkennen und zu konkretisieren. Der experimentelle Charakter der Modellvorhaben bot hierbei einen wichtigen Rahmen. Einig waren sich die Gesprächsführenden, dass Beteiligung persönliches Engagement erfordert, Zeit sowie Durchhaltevermögen und sich nicht entmutigen zu lassen. Für die erforderliche qualitätsvolle Stadtentwicklung rechnet sich der Einsatz langfristig.

In der Mittagspause nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich an den Ständen des Projekt-Marktplatzes mit Vertreterinnen und Vertretern der sieben Modellvorhaben aus dem Förderzeitraum 2023 bis 2025 sowie mit einigen Projekten der ersten Förderrunde (2021 bis 2022) auszutauschen. Die Projektteams präsentierten vielfältige Informationsmaterialien wie Fotos, Flyer und Broschüren sowie anschauliche Visualisierungen, darunter Filme und Virtual-Reality-Modelle. Ergänzend zu den Gesprächen boten die Stände die Möglichkeit, ausgewählte Anwendungen und Werkzeuge der Modellvorhaben anschaulich kennenzulernen und teilweise praktisch zu erproben, zum Beispiel mithilfe von Virtual-Reality-Brillen.

Peter Berenz gab einen Einblick in das Vorhaben „Meine Stadt – Mein Quartier – Unsere Zukunft. Das urbane Gartenquartier in Angermünde“. Am Mündesee soll ein neues Stadtquartier entstehen, das auf rund 8,5 Hektar Wohneinheiten, einen modernen Schulcampus und Gewerbe vereint und somit ein offenes Zentrum mit gemeinschaftlichem Lernort bildet. Im Mittelpunkt des Modellvorhabens stand ein ko-kreativer Entwicklungsprozess mit Werkstattformaten und digitaler Begleitung, durch den die Stadtgesellschaft aktiv in den Entwicklungsprozess einbezogen wurde. Neben der gezielten Ansprache über lokale Netzwerke trug die Einrichtung eines Planungsbeirats von Bürgerinnen und Bürgern in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) ebenfalls zu einer hohen Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft innerhalb der Stadtgesellschaft bei. Andreas Eberler von denkmal EBERLER architektur, selbst Mitglied des ausgelosten Planungsbeirats, schilderte, wie dieser unter Berücksichtigung der parallelen Planungswerkstatt-Ergebnisse arbeitete und so aus vielen Ideen ein gemeinsames Konzentrat und belastbare Leitplanken entwickeln konnte. Durch die intensiven Diskussionen war ein höherer Moderationsbedarf erforderlich, jedoch auch ein deutlicher Gewinn an Qualität und Identifikation mit dem Vorhaben spürbar. Aus einer Aktionswoche als eine Art Festival, in der experimentelle Nutzungen des Geländes erprobt wurden, ergab sich eine wesentliche Erkenntnis: Der Schulstandort soll entgegen der ursprünglichen Planung in den nördlichen Teil verlegt werden, um im Süden mehr Platz für gewerbliche Entwicklung zu schaffen. Der ko-kreative Ansatz unter Einbindung externer Expertise erwies sich als erfolgreich, schuf Klarheit und bildet die Grundlage für die weitere Diskussion der entstandenen Leitlinien und des Leitbildes. Konkret in Vorbereitung befindet sich die Ausschreibung für die Erarbeitung eines städtebaulichen Konzepts.

Unter dem Titel „Brückenschlag zwischen Stadt und Zukunftspark Ludwigsfelde“ stellte Pia Jost das Modellvorhaben aus Ludwigsfelde vor. Ziel des Modellvorhabens ist es, den entstehenden Zukunftspark als Innovations- und Gewerbestandort mithilfe innovativer Beteiligungs- und Planungsprozesse mit der existierenden Kernstadt zu verknüpfen und ihn als funktionalen Innovationscampus für die Stadt zu entwickeln. Eine offene Einladung zur Mitwirkung und die intensive Einbindung unterschiedlicher interaktiver Beteiligungs- und Informationsformate wie Stadtspaziergänge, Mixed-Reality-Erlebnisse und Werkstattgespräche förderten die Beteiligung der Bürgerschaft. Durch Formate wie den Azubiwettbewerb und das BarCamp konnten insbesondere junge Menschen und Vertreterinnen und Vertreter der Wirtschaft frühzeitig und aktiv in die Entwicklung einbezogen werden, während externe Expertinnen und Experten zusätzliche Perspektiven einbrachten. So brachten die Studierenden neue Ideen ein, etwa einen „Nightmarket“ als Format für den Technologiepark, während Schülerinnen und Schüler einen „Gaming-Room“ vorschlugen, der anschließend in die Planung aufgenommen wurde. Marie Gosdschick, Auszubildende bei Mercedes-Benz, berichtete zum Azubi-Wettbewerb, wie sich nach einem ersten Brainstorming mit den Ausbildenden rasch eine Gruppe motivierter Azubis zusammenfand, die eigene Ideen für die Zukunft des Parks entwickeln wollte – eine Erfahrung, an der sie „jederzeit wieder teilnehmen“ würde. Die unterschiedlichen Formate machten zudem deutlich: Übersetzungsarbeit zwischen den Interessen von Verwaltung, Stadtgesellschaft und Wirtschaft ist entscheidend, Beteiligung sollte frühzeitig und klar strukturiert erfolgen, und die Offenheit der Verwaltung spielt eine zentrale Rolle. Das Modellvorhaben fand als Ausdruck partizipativer und nachhaltiger Entwicklung auch überregional Beachtung. Die Ergebnisse fließen sukzessive in die weiteren Planungen des Zukunftsparks ein und stärken die Vision eines offenen und vernetzten Ortes für Bildung, Innovation und Begegnung.

Mit der Vorstellung des Senftenberger Modellvorhabens „Erprobung von Augmented und Virtual Reality in Partizipationsprozessen für die Neugestaltung einer Jugendfreizeitfläche in Senftenberg“ schloss Ann-Kristin Jank den ersten Block ab. Im Mittelpunkt stand die Entwicklung einer Jugendfreizeitfläche. In enger Zusammenarbeit mit zwei Oberschulen und einem Gymnasium wurden Jugendliche (13 bis 25 Jahre) niedrigschwellig in den Prozess eingebunden. Aus den Zukunftswerkstätten ergaben sich rund 170 Vorschläge, von denen das Kinder- und Jugendparlament 30 Favoriten auswählte. Die Favoriten wurden als 3D-Modelle umgesetzt und in einem digitalen Zwilling der Fläche mithilfe von Virtual- und Augmented Reality-Technologie erlebbar gemacht. Es entstanden drei Gestaltungsentwürfe, über die in einer Online-Abstimmung entschieden werden konnte. Der favorisierte Entwurf fließt in die weitere Planung ein. Digitale Tools boten eine bessere Visualisierung komplexer Projekte, mehr Transparenz und holten neue Zielgruppen ab, gleichzeitig stieg aber auch der Bedarf an technischen Kompetenzen und Ressourcen. Neben den digitalen Ansätzen und dem spielerischen Mitmachen für Kinder und Jugendliche bewährten sich auch analoge Zukunftswerkstätten und Vor-Ort-Workshops sowie die Einbindung externer Dienstleister.
In der anschließenden Gesprächsrunde lag der Fokus auf Empfehlungen für andere Kommunen: Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung der frühzeitigen Einbindung relevanter Akteure und der Bürgerinnen und Bürger, um nicht an den Bedarfen und Wünschen vorbeizuplanen. Künftig braucht es mehr Teilhabe und Mitgestaltungsmöglichkeiten für die Stadtgesellschaft. Eine klare und transparente Kommunikation, die Vertrauen in das Vorhaben schafft, ist von herausgehobener Bedeutung. Bei der Einbindung von Jugendlichen können digitale Tools helfen, die Ideen vor Ort greifbar und erlebbar zu machen. Eine temporäre „Bespielung“ eines Ortes kann dabei helfen, künftige Nutzungen gemeinsam mit der Bürgerschaft schnell zu erkennen und zu konkretisieren. Der experimentelle Charakter der Modellvorhaben bot hierbei einen wichtigen Rahmen. Einig waren sich die Gesprächsführenden, dass Beteiligung persönliches Engagement erfordert, Zeit sowie Durchhaltevermögen und sich nicht entmutigen zu lassen. Für die erforderliche qualitätsvolle Stadtentwicklung rechnet sich der Einsatz langfristig.

In der Mittagspause nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, sich an den Ständen des Projekt-Marktplatzes mit Vertreterinnen und Vertretern der sieben Modellvorhaben aus dem Förderzeitraum 2023 bis 2025 sowie mit einigen Projekten der ersten Förderrunde (2021 bis 2022) auszutauschen. Die Projektteams präsentierten vielfältige Informationsmaterialien wie Fotos, Flyer und Broschüren sowie anschauliche Visualisierungen, darunter Filme und Virtual-Reality-Modelle. Ergänzend zu den Gesprächen boten die Stände die Möglichkeit, ausgewählte Anwendungen und Werkzeuge der Modellvorhaben anschaulich kennenzulernen und teilweise praktisch zu erproben, zum Beispiel mithilfe von Virtual-Reality-Brillen.

Keynote & Gespräch: Wie wir morgen leben wollen – Visionen für die Stadt von heute

Im Kontext des Veranstaltungsschwerpunkts einer zukunftsorientierten und innovativen Stadtentwicklung präsentierte Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro eine Keynote, die Impulse für neue Perspektiven und Denkansätze gab.

Keynote & Gespräch: Wie wir morgen leben wollen – Visionen für die Stadt von heute

Im Kontext des Veranstaltungsschwerpunkts einer zukunftsorientierten und innovativen Stadtentwicklung präsentierte Andreas Reiter vom ZTB Zukunftsbüro eine Keynote, die Impulse für neue Perspektiven und Denkansätze gab.

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„Triple Transition“ beschreibt den digitalen, grünen und sozialen Wandel. Andreas Reiter, betonte, dass das Wohlbefinden der urbanen Gesellschaft, der „Urban Happiness“-Faktor, an Bedeutung gewinnt, sichtbar etwa in sozialen Orten, Ritualen und Begegnungen. Kraftvolle physische Orte werden vor dem Hintergrund virtueller Welten immer wichtiger, weil Menschen Erlebnisse, soziale Ereignisse und Co-Kreation schätzen. Digitale Angebote ermöglichen dabei ergänzende Angebote und „Zeitwohlstand“. Sie erhöht auch die Chancen von kleineren und mittleren Kommunen, sofern es gelingt, Angebote für Lebensintensität, Inspiration und Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen. Beteiligung sollte Wirksamkeit zeigen, Bürgerinnen und Bürger müssen ihre Stadt aktiv mitgestalten.
Die größten Chancen sieht Reiter in lokaler Innovationskraft, Vernetzung und dem Aufbau von Allianzen zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Zukunft wird nicht vorhergesagt, sondern gestaltet – durch Experimentierräume, interdisziplinäre Teams und eine lernorientierte Kultur. Symbolisch stehen öffentliche Räume, vernetzte Nachbarschaften, grüne Infrastruktur und geteilte Mobilität für die Stadt der Zukunft. Kleine, überschaubare Strukturen fördern soziale Beziehungen und Teilhabe. Frei werdende Räume, Zwischennutzungen und Experimente bieten Chancen für kreative Nutzung und Identifikation.

Reiter betonte die Balance zwischen Spannung und Entspannung („Ambientaler Flow“) und die Gestaltung lebenswerter Städte, die Lebensintensität, Chancenräume und soziale Ökologie verbinden. Die Triple Transition umfasst digitale Transformation, Dekarbonisierung und demografischen Wandel, verändert Konsum- und Lebensmuster, stärkt dezentrale Arbeit und macht die Gewinnung junger Talente, insbesondere junger Frauen, zum Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit von Städten. Städte entstehen in Ko-Produktion von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürger:innen. Lebenswerte Städte fördern Inspiration, soziale Interaktion, Teilhabe und Entfaltungsräume, die durch Reallabore und experimentelle Formate erprobt werden. Zukunft wird so aktiv gestaltet, nicht nur geplant. Es zeigte sich, dass »Meine Stadt der Zukunft« viele zentrale Impulse der Zukunftsthemen aufgreift und damit wichtige Wege für die Entwicklung lebenswerter und resilienter Städte aufzeigt.

„Triple Transition“ beschreibt den digitalen, grünen und sozialen Wandel. Andreas Reiter, betonte, dass das Wohlbefinden der urbanen Gesellschaft, der „Urban Happiness“-Faktor, an Bedeutung gewinnt, sichtbar etwa in sozialen Orten, Ritualen und Begegnungen. Kraftvolle physische Orte werden vor dem Hintergrund virtueller Welten immer wichtiger, weil Menschen Erlebnisse, soziale Ereignisse und Co-Kreation schätzen. Digitale Angebote ermöglichen dabei ergänzende Angebote und „Zeitwohlstand“. Sie erhöht auch die Chancen von kleineren und mittleren Kommunen, sofern es gelingt, Angebote für Lebensintensität, Inspiration und Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen. Beteiligung sollte Wirksamkeit zeigen, Bürgerinnen und Bürger müssen ihre Stadt aktiv mitgestalten.
Die größten Chancen sieht Reiter in lokaler Innovationskraft, Vernetzung und dem Aufbau von Allianzen zwischen Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Zukunft wird nicht vorhergesagt, sondern gestaltet – durch Experimentierräume, interdisziplinäre Teams und eine lernorientierte Kultur. Symbolisch stehen öffentliche Räume, vernetzte Nachbarschaften, grüne Infrastruktur und geteilte Mobilität für die Stadt der Zukunft. Kleine, überschaubare Strukturen fördern soziale Beziehungen und Teilhabe. Frei werdende Räume, Zwischennutzungen und Experimente bieten Chancen für kreative Nutzung und Identifikation.

Reiter betonte die Balance zwischen Spannung und Entspannung („Ambientaler Flow“) und die Gestaltung lebenswerter Städte, die Lebensintensität, Chancenräume und soziale Ökologie verbinden. Die Triple Transition umfasst digitale Transformation, Dekarbonisierung und demografischen Wandel, verändert Konsum- und Lebensmuster, stärkt dezentrale Arbeit und macht die Gewinnung junger Talente, insbesondere junger Frauen, zum Schlüssel für die Zukunftsfähigkeit von Städten. Städte entstehen in Ko-Produktion von Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Bürger:innen. Lebenswerte Städte fördern Inspiration, soziale Interaktion, Teilhabe und Entfaltungsräume, die durch Reallabore und experimentelle Formate erprobt werden. Zukunft wird so aktiv gestaltet, nicht nur geplant. Es zeigte sich, dass »Meine Stadt der Zukunft« viele zentrale Impulse der Zukunftsthemen aufgreift und damit wichtige Wege für die Entwicklung lebenswerter und resilienter Städte aufzeigt.

Block II: Zukunftsthemen konkret – Erfahrungen und Instrumente aus den Modellvorhaben

Zum Auftakt gewährte Marco Grambow, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Bad Belzig, einen Blick hinter die Kulissen des dortigen Modellvorhabens, in dem trotz enger baulicher und gestalterischer Rahmenbedingungen ein tragfähiges Wärmeversorgungskonzept für die Altstadt entwickelt werden sollte. Daran anschließend stellte Jeannine Albrecht, Amtsleiterin für Stadtentwicklung und Denkmalschutz, das Modellvorhaben aus Brandenburg an der Havel vor, das zeigt, wie Klimaanpassung durch digitale und spielerische Beteiligungsformate erfahrbar gemacht werden kann. Abschließend präsentierte Dr.-Ing. Frank Amey, Leiter des Bauamtes in Frankfurt (Oder), das Modellvorhaben aus Frankfurt (Oder), das beispielhaft die Verbindung von Beteiligung, Stadtentwicklung und nachhaltigem Wirtschaften im Quartier verdeutlicht. Aus ihren Erfahrungen mit den Modellvorhaben leiteten die Referierenden praxisnahe Empfehlungen für andere Kommunen ab.

Block II: Zukunftsthemen konkret – Erfahrungen und Instrumente aus den Modellvorhaben

Zum Auftakt gewährte Marco Grambow, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Bauen der Stadt Bad Belzig, einen Blick hinter die Kulissen des dortigen Modellvorhabens, in dem trotz enger baulicher und gestalterischer Rahmenbedingungen ein tragfähiges Wärmeversorgungskonzept für die Altstadt entwickelt werden sollte. Daran anschließend stellte Jeannine Albrecht, Amtsleiterin für Stadtentwicklung und Denkmalschutz, das Modellvorhaben aus Brandenburg an der Havel vor, das zeigt, wie Klimaanpassung durch digitale und spielerische Beteiligungsformate erfahrbar gemacht werden kann. Abschließend präsentierte Dr.-Ing. Frank Amey, Leiter des Bauamtes in Frankfurt (Oder), das Modellvorhaben aus Frankfurt (Oder), das beispielhaft die Verbindung von Beteiligung, Stadtentwicklung und nachhaltigem Wirtschaften im Quartier verdeutlicht. Aus ihren Erfahrungen mit den Modellvorhaben leiteten die Referierenden praxisnahe Empfehlungen für andere Kommunen ab.

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Zu Beginn stellte Marco Grambow das Modellvorhaben „Die klimaneutrale Strom- und Wärmeversorgung der historischen Altstadt Bad Belzig“ vor. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines technisch und wirtschaftlich tragfähigen Handlungs- und Umsetzungskonzepts für die Versorgung der Altstadt unter Einbeziehung von Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern, Mietenden und lokalen Energieversorgern. Im offenen Dialog wurden verschiedene Versorgungslösungen wie ein zentrales Wärmenetz, Wärmepumpen und Biomasseheizungen im Rahmen der Gegebenheiten der Altstadt diskutiert. Diese mussten den komplexen Rahmenbedingungen der historischen Bausubstanz, der hohen Versiegelung, der Denkmalauflagen und der zu Projektbeginn unzureichenden Datenlage gerecht werden. Eine umfassende Datenerhebung schuf eine belastbare Basis für die Bewertung der verschiedenen Versorgungsoptionen. Unterstützt wurde der Prozess durch digitale Tools wie die Bad-Belzig-App, das Klimadaten-Dashboard aus der ersten Förderrunde und die Online-Plattformen des Smart City Projekts „Zukunftsschusterei“. In einem digitalen Zwilling wurden zudem die Projektdaten und Ergebnisse zusammengeführt. Ergebnis des Prozesses sind individuelle, in das Konzept integrierte Lösungen. Neben der Datenerhebung erwiesen sich die gezielte Einbindung von Akteuren und die enge Verzahnung mit der Kommunalen Wärmeplanung durch den kontinuierlichen Austausch, die frühe und persönliche Ansprache der Eigentümerinnen und Eigentümer, sowie Transparenz bezüglich Kosten und Nutzen als zentrale Erfolgsfaktoren.

Im Modellvorhaben „Let’s play Klimaanpassung in Brandenburg an der Havel“ kamen verschiedene Arten digitaler und analoger Beteiligung zum Einsatz. Wie Jeannine Albrecht erklärte, konnten Teilnehmende in einem webbasierten Planungswerkzeug spielerisch verschiedene Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen in einem digitalen Zwilling der südlichen Bauhofstraße virtuell platzieren und deren Effekt auf Stadtklima und Aufenthaltsqualität nachvollziehen. Das Spiel entstand in Zusammenarbeit mit einem Entwicklerstudio, welches die in Gremien beschlossenen fünf Szenarien und 25 Spielobjekte digital umsetzte. Das Spiel machte Nutzungskonflikte sichtbar und erwies sich als niedrigschwelliger Gesprächsanlass für Bürgerschaft, Verwaltung und Schulklassen. Unter dem Titel „StadtSpielRaum“ macht es Klimafolgen wie Hitze, Versiegelung oder Starkregen spielerisch erfahrbar und zeigt Lösungswege für klimaresiliente Stadträume. Aufgrund der hohen Pflegeintensität und der benötigten personellen und finanziellen Ressourcen ist eine unmittelbare Weiternutzung in der Stadt Brandenburg an der Havel aktuell nicht vorgesehen. Erkenntnisse aus der Spielanwendung fließen in die Entwicklung einer digitalen Datenplattform und eines digitalen Zwillings der Stadt sowie in die Verkehrsplanung der Bauhofstraße ein. Um eine Weiternutzung des Spiels für andere Kommunen oder Institutionen zu ermöglichen, ist das Serious Game „Stadtspielraum“ auf der Plattform openCode eingestellt worden. Die Kombination aus Visualisierung, Datenaufbereitung und Kommunikation hat sich als besonders wirkungsvoller Ansatz bewährt. Vor allem der Einsatz von Gamification hat die Teilnehmenden stark motiviert. Für einen erfolgreichen Einsatz ist jedoch eine sorgfältige Moderation entscheidend, ebenso wie die realistische Einschätzung des Ressourcenbedarfs. Außerdem ist es wichtig, sich ausreichend Zeit für Gespräche mit der Bürgerschaft zu nehmen und ihre intrinsische Motivation gezielt einzubinden, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Dr.-Ing. Frank Amey berichtete über das Modellvorhaben in Frankfurt (Oder) mit dem Titel „Kollaborative Entwicklung eines Zentrums für nachhaltiges Wirtschaften im Quartier Słubicer Straße“. Zwei brachliegende Stadtumbauflächen sollen neu gestaltet und die Uferpromenade besser angebunden werden. In Facharbeitsgruppen, über ein digitales Tool zur Bürgerbeteiligung und ein städtebaulich-freiraumplanerisches Gutachterverfahren wurden Ideen zur Bebauung und Nutzung der Flächen gesammelt und ausgewertet sowie ein Siegerentwurf für die Gestaltung ausgewählt. Mitmachaktionen ermöglichten eine breitere Öffentlichkeitsbeteiligung, während ein temporärer Pavillon die Wahrnehmung des Zukunftsplatzes und eines möglichen „Zentrums für nachhaltiges Wirtschaften“ erhöhte und deutsch-polnischen Unternehmen einen Begegnungs- und Experimentierraum bot. Der Pavillon stellte einen Ort für Dialog, Experimente und Kooperationen dar und half den abstrakten Begriff des „nachhaltigen Wirtschaften“ erlebbar zu machen. Nach Projektende soll der Pavillon weiterentwickelt werden und dabei nachhaltige Materialien sowie regenerative Energien berücksichtigen. Gemeinsam mit dem Doppelstadt-Partner Słubice wird darüber hinaus auch ein Handlungskonzept für einen zukünftigen gemeinsamen Stadtraum am Wasser erarbeitet. Über das Modellvorhaben hinaus gab es bereits eine erste Integration von nachhaltigem Wirtschaften in die Stadtentwicklung, angestoßen durch den Pavillon: Eine Genossenschaft saniert ein an die Fläche angrenzendes Gebäude mit Fokus auf regionales Holz und lokale Unternehmen.

Zum Abschluss gaben die Referierenden auf Basis ihrer Erfahrungen aus den Modellvorhaben praktische Empfehlungen für andere Kommunen, wie komplexe Zukunftsthemen in kommunale Prozesse integriert werden können. Insgesamt ist es sinnvoll mit Modellvorhaben gezielt aktuelle Themen und Herausforderungen zu adressieren, die ohnehin anstehen und diese damit anzustoßen. Dafür können Experimentierräume gezielt genutzt werden. Neben einem gut durchdachten Projektmanagement ist der Aufbau einer Kommunikationsstrategie sowie ein transparentes und realistisches Erwartungsmanagement mit allen beteiligten Akteuren wichtig. Die Verstetigung der neuen Ideen, Netzwerke und Strukturen frühzeitig in den Blick zu nehmen und so die Anschlussfähigkeit zu gewährleisten, ist von großer Bedeutung. Auch der Auf- und Ausbau von Austauschplattformen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen kann Projektumsetzungen unterstützen. Von Seiten des Bundes und der Länder sollten hierzu flexible Förderungen sowie Beratungsmöglichkeiten, Erprobungsräume und Netzwerke befördert werden, um innovative Stadtentwicklungsprojekte weiter umsetzen zu können.

Zu Beginn stellte Marco Grambow das Modellvorhaben „Die klimaneutrale Strom- und Wärmeversorgung der historischen Altstadt Bad Belzig“ vor. Ziel des Projekts war die Entwicklung eines technisch und wirtschaftlich tragfähigen Handlungs- und Umsetzungskonzepts für die Versorgung der Altstadt unter Einbeziehung von Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern, Mietenden und lokalen Energieversorgern. Im offenen Dialog wurden verschiedene Versorgungslösungen wie ein zentrales Wärmenetz, Wärmepumpen und Biomasseheizungen im Rahmen der Gegebenheiten der Altstadt diskutiert. Diese mussten den komplexen Rahmenbedingungen der historischen Bausubstanz, der hohen Versiegelung, der Denkmalauflagen und der zu Projektbeginn unzureichenden Datenlage gerecht werden. Eine umfassende Datenerhebung schuf eine belastbare Basis für die Bewertung der verschiedenen Versorgungsoptionen. Unterstützt wurde der Prozess durch digitale Tools wie die Bad-Belzig-App, das Klimadaten-Dashboard aus der ersten Förderrunde und die Online-Plattformen des Smart City Projekts „Zukunftsschusterei“. In einem digitalen Zwilling wurden zudem die Projektdaten und Ergebnisse zusammengeführt. Ergebnis des Prozesses sind individuelle, in das Konzept integrierte Lösungen. Neben der Datenerhebung erwiesen sich die gezielte Einbindung von Akteuren und die enge Verzahnung mit der Kommunalen Wärmeplanung durch den kontinuierlichen Austausch, die frühe und persönliche Ansprache der Eigentümerinnen und Eigentümer, sowie Transparenz bezüglich Kosten und Nutzen als zentrale Erfolgsfaktoren.

Im Modellvorhaben „Let’s play Klimaanpassung in Brandenburg an der Havel“ kamen verschiedene Arten digitaler und analoger Beteiligung zum Einsatz. Wie Jeannine Albrecht erklärte, konnten Teilnehmende in einem webbasierten Planungswerkzeug spielerisch verschiedene Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen in einem digitalen Zwilling der südlichen Bauhofstraße virtuell platzieren und deren Effekt auf Stadtklima und Aufenthaltsqualität nachvollziehen. Das Spiel entstand in Zusammenarbeit mit einem Entwicklerstudio, welches die in Gremien beschlossenen fünf Szenarien und 25 Spielobjekte digital umsetzte. Das Spiel machte Nutzungskonflikte sichtbar und erwies sich als niedrigschwelliger Gesprächsanlass für Bürgerschaft, Verwaltung und Schulklassen. Unter dem Titel „StadtSpielRaum“ macht es Klimafolgen wie Hitze, Versiegelung oder Starkregen spielerisch erfahrbar und zeigt Lösungswege für klimaresiliente Stadträume. Aufgrund der hohen Pflegeintensität und der benötigten personellen und finanziellen Ressourcen ist eine unmittelbare Weiternutzung in der Stadt Brandenburg an der Havel aktuell nicht vorgesehen. Erkenntnisse aus der Spielanwendung fließen in die Entwicklung einer digitalen Datenplattform und eines digitalen Zwillings der Stadt sowie in die Verkehrsplanung der Bauhofstraße ein. Um eine Weiternutzung des Spiels für andere Kommunen oder Institutionen zu ermöglichen, ist das Serious Game „Stadtspielraum“ auf der Plattform openCode eingestellt worden. Die Kombination aus Visualisierung, Datenaufbereitung und Kommunikation hat sich als besonders wirkungsvoller Ansatz bewährt. Vor allem der Einsatz von Gamification hat die Teilnehmenden stark motiviert. Für einen erfolgreichen Einsatz ist jedoch eine sorgfältige Moderation entscheidend, ebenso wie die realistische Einschätzung des Ressourcenbedarfs. Außerdem ist es wichtig, sich ausreichend Zeit für Gespräche mit der Bürgerschaft zu nehmen und ihre intrinsische Motivation gezielt einzubinden, um gute Ergebnisse zu erzielen.

Dr.-Ing. Frank Amey berichtete über das Modellvorhaben in Frankfurt (Oder) mit dem Titel „Kollaborative Entwicklung eines Zentrums für nachhaltiges Wirtschaften im Quartier Słubicer Straße“. Zwei brachliegende Stadtumbauflächen sollen neu gestaltet und die Uferpromenade besser angebunden werden. In Facharbeitsgruppen, über ein digitales Tool zur Bürgerbeteiligung und ein städtebaulich-freiraumplanerisches Gutachterverfahren wurden Ideen zur Bebauung und Nutzung der Flächen gesammelt und ausgewertet sowie ein Siegerentwurf für die Gestaltung ausgewählt. Mitmachaktionen ermöglichten eine breitere Öffentlichkeitsbeteiligung, während ein temporärer Pavillon die Wahrnehmung des Zukunftsplatzes und eines möglichen „Zentrums für nachhaltiges Wirtschaften“ erhöhte und deutsch-polnischen Unternehmen einen Begegnungs- und Experimentierraum bot. Der Pavillon stellte einen Ort für Dialog, Experimente und Kooperationen dar und half den abstrakten Begriff des „nachhaltigen Wirtschaften“ erlebbar zu machen. Nach Projektende soll der Pavillon weiterentwickelt werden und dabei nachhaltige Materialien sowie regenerative Energien berücksichtigen. Gemeinsam mit dem Doppelstadt-Partner Słubice wird darüber hinaus auch ein Handlungskonzept für einen zukünftigen gemeinsamen Stadtraum am Wasser erarbeitet. Über das Modellvorhaben hinaus gab es bereits eine erste Integration von nachhaltigem Wirtschaften in die Stadtentwicklung, angestoßen durch den Pavillon: Eine Genossenschaft saniert ein an die Fläche angrenzendes Gebäude mit Fokus auf regionales Holz und lokale Unternehmen.

Zum Abschluss gaben die Referierenden auf Basis ihrer Erfahrungen aus den Modellvorhaben praktische Empfehlungen für andere Kommunen, wie komplexe Zukunftsthemen in kommunale Prozesse integriert werden können. Insgesamt ist es sinnvoll mit Modellvorhaben gezielt aktuelle Themen und Herausforderungen zu adressieren, die ohnehin anstehen und diese damit anzustoßen. Dafür können Experimentierräume gezielt genutzt werden. Neben einem gut durchdachten Projektmanagement ist der Aufbau einer Kommunikationsstrategie sowie ein transparentes und realistisches Erwartungsmanagement mit allen beteiligten Akteuren wichtig. Die Verstetigung der neuen Ideen, Netzwerke und Strukturen frühzeitig in den Blick zu nehmen und so die Anschlussfähigkeit zu gewährleisten, ist von großer Bedeutung. Auch der Auf- und Ausbau von Austauschplattformen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen kann Projektumsetzungen unterstützen. Von Seiten des Bundes und der Länder sollten hierzu flexible Förderungen sowie Beratungsmöglichkeiten, Erprobungsräume und Netzwerke befördert werden, um innovative Stadtentwicklungsprojekte weiter umsetzen zu können.

Reflexion und Abschluss

Abschließend fasste Stefan Bruch, Abteilungsleiter Stadtentwicklung und Wohnen im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, die Ergebnisse der heutigen Konferenz und der Landesinitiative zusammen. Er betonte, dass die Modellvorhaben wichtige Erkenntnisse liefern und bewährte Ansätze anderen Kommunen als Orientierung dienen.

Reflexion und Abschluss

Abschließend fasste Stefan Bruch, Abteilungsleiter Stadtentwicklung und Wohnen im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, die Ergebnisse der heutigen Konferenz und der Landesinitiative zusammen. Er betonte, dass die Modellvorhaben wichtige Erkenntnisse liefern und bewährte Ansätze anderen Kommunen als Orientierung dienen.

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Stefan Bruch betonte im Ausblick, dass die zweite Förderrunde der Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« sehr erfolgreich war. Die Modellvorhaben haben gezeigt, dass experimentelle Projekte dann wirken, wenn Zukunftsthemen aufgegriffen, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft aktiv eingebunden, demokratische Mitgestaltungsprozesse gefördert und innovative Ideen erprobt werden. Kooperative Stadtentwicklung sei der richtige Ansatz für moderne Stadtentwicklungspolitik, und es brauche den Mut, neue Ideen auszuprobieren. Zudem ist die Verknüpfung lokaler Vorhaben mit übergeordneten Strategien entscheidend.

Für die Stadtentwicklung in Brandenburg bieten die Modellvorhaben wertvolle Erkenntnisse. Erprobte Ansätze können in weitere Projekte übernommen werden – in den teilnehmenden Kommunen, aber auch in anderen Städten und Gemeinden. Die Ergebnisse sind über die Abschlussbroschüre, den Film sowie die Website der Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« dokumentiert und weiterhin nutzbar. Auch die Modellstädte haben ihre Erfahrungen aufbereitet, sodass andere Kommunen direkt davon profitieren können. 

Die Erkenntnisse aus der Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« fließen auch in die derzeit laufende Fortschreibung der Strategie „Stadtentwicklung und Wohnen“ des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg ein und werden bei der künftigen Ausgestaltung der Stadtentwicklungspolitik und -förderung Berücksichtigung finden. Das MIL wird die brandenburgischen Kommunen auch weiterhin bei der Ausgestaltung einer nachhaltigen, kooperativen und innovativen Stadtentwicklung unterstützen.

Stefan Bruch betonte im Ausblick, dass die zweite Förderrunde der Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« sehr erfolgreich war. Die Modellvorhaben haben gezeigt, dass experimentelle Projekte dann wirken, wenn Zukunftsthemen aufgegriffen, Gesellschaft, Politik und Wirtschaft aktiv eingebunden, demokratische Mitgestaltungsprozesse gefördert und innovative Ideen erprobt werden. Kooperative Stadtentwicklung sei der richtige Ansatz für moderne Stadtentwicklungspolitik, und es brauche den Mut, neue Ideen auszuprobieren. Zudem ist die Verknüpfung lokaler Vorhaben mit übergeordneten Strategien entscheidend.

Für die Stadtentwicklung in Brandenburg bieten die Modellvorhaben wertvolle Erkenntnisse. Erprobte Ansätze können in weitere Projekte übernommen werden – in den teilnehmenden Kommunen, aber auch in anderen Städten und Gemeinden. Die Ergebnisse sind über die Abschlussbroschüre, den Film sowie die Website der Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« dokumentiert und weiterhin nutzbar. Auch die Modellstädte haben ihre Erfahrungen aufbereitet, sodass andere Kommunen direkt davon profitieren können. 

Die Erkenntnisse aus der Landesinitiative »Meine Stadt der Zukunft« fließen auch in die derzeit laufende Fortschreibung der Strategie „Stadtentwicklung und Wohnen“ des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung Brandenburg ein und werden bei der künftigen Ausgestaltung der Stadtentwicklungspolitik und -förderung Berücksichtigung finden. Das MIL wird die brandenburgischen Kommunen auch weiterhin bei der Ausgestaltung einer nachhaltigen, kooperativen und innovativen Stadtentwicklung unterstützen.

  • Bild: Staatssekretärin Dr. Ina Bartmann bei ihrer Begrüßung.

    © Offenblende, Markus Braumann

  • Bild: Anne Keßler, Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, begrüßt die Teilnehmenden

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  • Bild: Peter Berenz stellt das Modellvorhaben in Angermünde vor.

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  • Bild: Marie Gosdschick, Auszubildende bei Mercedes Benz berichtet von dem Azubi-Wettbewerb und BarCamp im Rahmen des Modellvorhabens in Ludwigsfelde. (v.l.n.r.) Ann-Kristin Jank, Pia Jost, Peter Berenz, Marie Gosdschick, Kathrin Senner.

    © Offenblende, Markus Braumann

  • Bild: Ann-Kristin Jank stellt das Modellvorhaben in Senftenberg vor. (v.l.n.r.) Pia Jost, Peter Berenz und Ann-Kristin Jank

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  • Bild: Zukunftsforscher Andreas Reiter bei seiner Keynote.

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  • Bild: Marco Grambow stellt das Modellvorhaben in Bad Belzig vor.

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  • Bild: Jeannine Albrecht stellt das Modellvorhaben Brandenburg an der Havel vor.

    © Offenblende, Markus Braumann

  • Bild: Dr.-Ing.Frank Amey stellt das Modellvorhaben in Frankfurt (Oder) vor.

    © Offenblende, Markus Braumann

  • Bild: Stefan Bruch bei der Verabschiedung.

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