Angermünde - „Meine Stadt – Mein Quartier – Unsere Zukunft. Das urbane Gartenquartier in Angermünde“
Mittelzentrum | Weiterer Metropolenraum
Bevölkerungsstand 13.692 (2023; Amt für Statistik Berlin-Brandenburg)
Bevölkerung wachsend (2013-2018)
Zukunftsthemen
- Gemeinwohl
- Klimawandel
Zukunftsthemen
- Gemeinwohl
- Klimawandel
Urbanes Gartenquartier – klimapositiv und gemeinschaftlich
In Angermünde soll auf 8,5 Hektar östlich der Altstadt am Mündesee ein neues Stadtquartier entstehen. Geplant sind rund 250 Wohneinheiten für bis zu 700 Menschen sowie ein moderner Schulneubau – der „GartenCampus“ – als zentraler Mittelpunkt. Das Vorhaben ist auf ehemals gewerblichen und brachliegenden Flächen geplant und erweitert die historische Innenstadt mit direkter Anbindung an attraktive öffentliche Freiräume und den See. Im Modellvorhaben wurden innovative Beteiligungsformate eingesetzt, um die Ideen der Bürgerinnen und Bürger mit der Expertise von Fachleuten zu verknüpfen.
Ko-kreativer Prozess mit digitaler Begleitung
Der Planungsprozess war von Beginn an stark partizipativ und interdisziplinär ausgerichtet. Nach dem Startschuss im Mai 2024 folgten eine Zukunftswerkstatt und mehrere Planungswerkstätten – teils in Kooperation mit Schule und Hort sowie im Rahmen der „Aktionswoche im Quartier“.
In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wurde ein lokaler Planungsbeirat initiiert, der achtmal tagte und Leitlinien als Grundlage für die Quartiersentwicklung im Gartenquartier erarbeitete. Dabei gewährleistete ein Nachrückverfahren dessen durchgehende Besetzung.
Die breit beworbene „Aktionswoche“ hatte das Ziel, experimentelle Nutzungen des Geländes durch verschiedene Initiativen zu ermöglichen. Dazu gehörten beispielsweise Rundgänge, Diskussionsformate, das gemeinsame Anlegen eines Barfußpfads und ein Drohnenflug-Workshop. Hieraus resultierte ein entscheidender Impuls: Der Schulstandort könnte – entgegen der ursprünglichen Idee – besser im nördlichen Quartiersteil verortet werden. Dies würde im Süden mehr Raum für gewerbliche Bestandsentwicklung schaffen und damit den Klima- und Ressourcenschutz fördern.
Für Transparenz und langfristigen Informationszugang sorgten ein Online-Projekttagebuch, eine Website und weitere digitale Formate. Analoge Treffen blieben jedoch wichtig, um komplexe Fragen zu klären. Veranstaltungen zu unterschiedlichen Tageszeiten erweiterten die Reichweite. Das „AngerWERK“ im „Haus mit Zukunft“ diente als offenes Quartierslabor. Methoden wie Design Thinking und Dragon Dreaming förderten kreative Ideen und Zwischennutzungen.
Fazit und Perspektiven
Der ko-kreative Ansatz in Angermünde erwies sich als erfolgreich, insbesondere durch den Planungsbeirat, der neue Sichtweisen auf das Quartier eröffnete – ein übertragbares Modell für andere Stadtentwicklungsprojekte. Die Beteiligung ausgewählter Bürgerinnen und Bürger war konstant hoch, während Unternehmen und Energieversorger weniger aktiv mitwirkten. Das Modellvorhaben stärkte Identifikation und Akzeptanz in der Stadtgesellschaft für den weiteren Entwicklungsprozess und steigerte die Aufmerksamkeit für nachhaltiges Wohnen im ländlichen Raum. Der hohe Personal- und Finanzbedarf machte externe Expertise unverzichtbar. Als greifbare Ergebnisse des Prozesses wurden konkrete Leitlinien und ein Leitbild erarbeitet, auf deren Basis nun ein städtebauliches Konzept ausgeschrieben wird.
Das Urteil der Jury: „Erst Träumen, dann feiern“
Die Jury hob hervor, dass eine vergleichsweise kleine Stadt einen sehr kreativen Ansatz für „Meine Stadt der Zukunft“ entwickelt hat. Besonders unterstrich die Jury den ko-kreativen Prozess, in dem viele verschiedene Akteure ein klimapositives Wohn- und Gartenquartier als Lernort für die ganze Stadtgesellschaft entwickeln. Dieser Gartencampus soll Ausgangspunkt für die weitere ökonomische, soziale und ökologische Transformation von Stadt und Region und dabei Vorbild für andere Kommunen und Regionen werden. Auf Innenentwicklung und die Nutzung von Brachflächen wird hierbei großen Wert gelegt. Auch der visionäre Planungsprozess in vier Stufen (Dragon-Dreaming-Methode) – Träumen, Planen, Handeln, Feiern – wurde von der Jury als sehr innovativ erachtet. Bei der transparenten Dokumentation des Projektverlaufs in einem Projekt-tagebuch wurden zudem der Wissenstransfer und die Übertragbarkeit mitgedacht.
Urbanes Gartenquartier – klimapositiv und gemeinschaftlich
In Angermünde soll auf 8,5 Hektar östlich der Altstadt am Mündesee ein neues Stadtquartier entstehen. Geplant sind rund 250 Wohneinheiten für bis zu 700 Menschen sowie ein moderner Schulneubau – der „GartenCampus“ – als zentraler Mittelpunkt. Das Vorhaben ist auf ehemals gewerblichen und brachliegenden Flächen geplant und erweitert die historische Innenstadt mit direkter Anbindung an attraktive öffentliche Freiräume und den See. Im Modellvorhaben wurden innovative Beteiligungsformate eingesetzt, um die Ideen der Bürgerinnen und Bürger mit der Expertise von Fachleuten zu verknüpfen.
Ko-kreativer Prozess mit digitaler Begleitung
Der Planungsprozess war von Beginn an stark partizipativ und interdisziplinär ausgerichtet. Nach dem Startschuss im Mai 2024 folgten eine Zukunftswerkstatt und mehrere Planungswerkstätten – teils in Kooperation mit Schule und Hort sowie im Rahmen der „Aktionswoche im Quartier“.
In Zusammenarbeit mit der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wurde ein lokaler Planungsbeirat initiiert, der achtmal tagte und Leitlinien als Grundlage für die Quartiersentwicklung im Gartenquartier erarbeitete. Dabei gewährleistete ein Nachrückverfahren dessen durchgehende Besetzung.
Die breit beworbene „Aktionswoche“ hatte das Ziel, experimentelle Nutzungen des Geländes durch verschiedene Initiativen zu ermöglichen. Dazu gehörten beispielsweise Rundgänge, Diskussionsformate, das gemeinsame Anlegen eines Barfußpfads und ein Drohnenflug-Workshop. Hieraus resultierte ein entscheidender Impuls: Der Schulstandort könnte – entgegen der ursprünglichen Idee – besser im nördlichen Quartiersteil verortet werden. Dies würde im Süden mehr Raum für gewerbliche Bestandsentwicklung schaffen und damit den Klima- und Ressourcenschutz fördern.
Für Transparenz und langfristigen Informationszugang sorgten ein Online-Projekttagebuch, eine Website und weitere digitale Formate. Analoge Treffen blieben jedoch wichtig, um komplexe Fragen zu klären. Veranstaltungen zu unterschiedlichen Tageszeiten erweiterten die Reichweite. Das „AngerWERK“ im „Haus mit Zukunft“ diente als offenes Quartierslabor. Methoden wie Design Thinking und Dragon Dreaming förderten kreative Ideen und Zwischennutzungen.
Fazit und Perspektiven
Der ko-kreative Ansatz in Angermünde erwies sich als erfolgreich, insbesondere durch den Planungsbeirat, der neue Sichtweisen auf das Quartier eröffnete – ein übertragbares Modell für andere Stadtentwicklungsprojekte. Die Beteiligung ausgewählter Bürgerinnen und Bürger war konstant hoch, während Unternehmen und Energieversorger weniger aktiv mitwirkten. Das Modellvorhaben stärkte Identifikation und Akzeptanz in der Stadtgesellschaft für den weiteren Entwicklungsprozess und steigerte die Aufmerksamkeit für nachhaltiges Wohnen im ländlichen Raum. Der hohe Personal- und Finanzbedarf machte externe Expertise unverzichtbar. Als greifbare Ergebnisse des Prozesses wurden konkrete Leitlinien und ein Leitbild erarbeitet, auf deren Basis nun ein städtebauliches Konzept ausgeschrieben wird.
Das Urteil der Jury: „Erst Träumen, dann feiern“
Die Jury hob hervor, dass eine vergleichsweise kleine Stadt einen sehr kreativen Ansatz für „Meine Stadt der Zukunft“ entwickelt hat. Besonders unterstrich die Jury den ko-kreativen Prozess, in dem viele verschiedene Akteure ein klimapositives Wohn- und Gartenquartier als Lernort für die ganze Stadtgesellschaft entwickeln. Dieser Gartencampus soll Ausgangspunkt für die weitere ökonomische, soziale und ökologische Transformation von Stadt und Region und dabei Vorbild für andere Kommunen und Regionen werden. Auf Innenentwicklung und die Nutzung von Brachflächen wird hierbei großen Wert gelegt. Auch der visionäre Planungsprozess in vier Stufen (Dragon-Dreaming-Methode) – Träumen, Planen, Handeln, Feiern – wurde von der Jury als sehr innovativ erachtet. Bei der transparenten Dokumentation des Projektverlaufs in einem Projekt-tagebuch wurden zudem der Wissenstransfer und die Übertragbarkeit mitgedacht.
